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Kennziffern der tschechischen Wirtschaft 3. 8. 2002

(Mai und Juni 2002)

1. Industrie:

Der Industrieproduktionsanstieg ist im Mai auf 5,1 % gesunken (bei gleicher Anzahl von Arbeitstagen wie im Vorjahr). Wesentlich ist die Produktion von Investitionsgüter gewachsen (um 15,5 %). Im Gegenteil ist die Produktion von langlebigen Konsumgütern um 10,5 % gesunken. Der Anstieg der Industrieproduktion wurde zum überwiegenden Teil von den folgenden Branchen bereitet: elektrische und optische Geräte, Erdölindustrie, Koksindustrie, Möbelherstellung und Musikinstrumenteproduktion. Folgende Branchen sind gesunken: Lederbearbeitung, Textil- und Bekleidungsindustrie, Metallerzeugung und Metallbearbeitung, Papier- und poligrafische Industrie und Energiesektor. Die Einnahmen von Industrietätigkeit sind in den Betrieben mit 20 und mehreren Angestellten um 2,6 % real gewachsen, davon sind die Einnahmen der Betrieben unter Auslandskapitalkontrolle um 9,9 % gewachsen. Die Exporteinnahmen sind um 15,7 % gewachsen, besonders in Elektro- und optischer Geräteproduktion. Die Einnahmen pro Angestellten (die Arbeitsproduktivität) sind um 5,0 % gewachsen. Der Durchschnittslohn (15 951 Kronen) wuchs um 5,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Reallohn ist um 2,9 % gestiegen. Die Lohnkosten pro Angestellten sind um 0,5 % gestiegen.

2. Bauwesen:

Das Wachstum des Bauwesens hat sich auch im Mai fortgesetzt, im Vergleich mit Mai 2001 um 5,1 %. Den wichtigsten Faktor stellen die neu gebauten Verkehrsbauten (Aufstieg um 16,8 %) dar. Der Durchschnittslohn in den Betrieben mit 20 und mehr Angestellten stieg um 7,4 % (im Vergleich mit Mai 2001) auf 15 948 Kronen. Die Arbeitsproduktivität ist um 2,4 % gestiegen, der Anstieg der Einzellohnkosten beträgt 4,9 %.

3. Aussenhandel:

Die Handelsbilanz hat sich im Vergleich zu Mai 2001 verschlechtert und hat mit einem Minus von 11,8 Mrd. Kronen geendet. Sie wurde besonders von dem Fall der Maschinen- und Verkehrsmittelbranche um 4,9 Mrd. Kronen beeinflusst. Im Gegenteil zum Aufstieg der Ausfuhr im April, ist im Mai die Ausfuhr um 7,8 % gesunken (im Vergleich mit Mai 2001). Die Einfuhr ist im Mai um 4,6 % gesunken (im Vergleich mit Mai 2001). Diese negative Lage des Aussenhandels wurde überwiegend von der starken Krone beeinflusst. Auf der Seite des Exports ist besonders der Wert sonstiger Verkehrsmittel um 60,9 % und Telekommunikationseinrichtungen um 49,6 % gesunken. Auf der Seite des Imports ist der Wert der Mineralbrennstoffe um 33 % gesunken und im Gegenteil ist der Import dank des Einkaufs von zwei Personenflugzeugen gestiegen. Ohne Saisoneinfluss war der Import im Mai um 3 % höher als im April und der Export um 2,5 % niedriger.

4. Verbraucherpreise:

Vier Monate hintereinander sanken die Verbraucherpreise. Im Juni sind die Preise um 0,3 % gesunken, besonders dank des Rückgangs in den Lebensmittel- (Fleisch, Frucht, frische Gemüse und Kartoffeln) und Verkehrspreisen. Im Gegenteil sind die Preise von Medikamenten und Erholungsaufenthalten schwach gestiegen. Die Inflation ist im Juni auf 1,2 % gesunken und so hat sie ihren niedrigsten Wert seit September 1999 erreicht. Die Inflation wurde stark von dem Anstieg der Krone beeinflusst.

5. Arbeitslosigkeit:

Die Arbeitslosenquote ist im Juni noch gestiegen und betrug am Ende des Monats 8,73 % (um 0,12 Prozentgrad mehr als vor einem Monat und um 0,65 Prozentgrad mehr als im Vorjahr). Am Ende des Monats wurden bereits 454 300 Arbeitslose registriert, um 34 000 mehr als vor einem Jahr. Der Anzahl der freien Stellen ist weiter gesunken und betrug Ende Juni 49 100 Stellen (d.h. um 10 700 Stellen weniger als im Juni 2001). Ende Juni sind also 9,3 Arbeitslosen auf eine freie Stelle entfallen.

Autor: Datum der letzten Änderung: 7.4.2017

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