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Handelsketten beherrschen den tschechischen Markt

Die Handelsketten in Tschechien bauen ihre führende Position auf dem Markt weiter aus. Laut einer Studie der Incoma Research und der Zeitschrift Moderner Handel hatten in 2005 die zehn größten Händler einen Markteinteil von 53%, wobei sie im Vorjahr weitere 10% zugelegt haben.

Sie haben damit einen Umsatz von 261,3 Mrd. Kronen (etwa 9,5 Mrd. Euro) erzielt. Noch vor zehn Jahren, als sie die Markterschließung Tschechiens angefangen haben, hatten sie einen Marktanteil von lediglich 15%. Im Vorjahr ist es gleichzeitig zu einem Wechsel in der Marktführerschaft gekommen. Die Spitzenposition hat zum ersten mal für sich die Schwarz Gruppe gewinnen können, die in Tschechien die Hypermärkte Kaufland und Diskontmärkte Lidl betreibt. Die Schwarz Gruppe hat einen Umsatz von 43,5 Mrd. Kronen (etwa 1,58 Mrd. Euro) erreicht. Damit hat sie auf dem ersten Platz die Makro Cash&Carry (Metro-Gruppe) aufgelöst, die mit 38,3 Mrd. Kronen (etwa 1,39 Mrd. Euro) in 2006 den 4.Platz erreicht hat. Den zweiten und dritten Platz haben in 2006 die Ketten Ahold und Tesco mit einem gleichen Umsatz von 38,5 Mrd. Kronen (etwa 1,4 Mrd. Euro) besetzt.

Die REWE-Sparte Billa übernimmt im Juni 97 Delvita Supermärkte. Damit wird es in Tschechien fünf große Handelsketten geben – Schwarz, Ahold, Makro (Metro), Tesco und REWE Group, von denen jede einzelne mit einem Umsatz von mehr als 30 Mrd. Kronen (etwa 1,09 Mrd. Euro) rechnen kann.

Dank der zunehmenden Konzentration des tschechischen Marktes hat sich laut der Studie die Position der tschechischen Handelsfirmen verbessert. Ihr Anteil am Umsatz der fünfzig größten Handelsunternehmen ist im Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 17% gestiegen. Die Handelsgenossenschaften hatten einen Anteil von 2% und die internationalen Handelsunternehmen einen Anteil von 80%.

Laut der Studie wird sich auf einer Seite der Konzentrationsprozess in Zukunft fortsetzen und weitere Handelsketten werden den tschechischen Markt verlassen. Auf der anderen Seite werden neue Handels- und Verkaufsformate entstehen, vorwiegend im Bereich der kleineren Geschäfte. Die momentan herrschenden Handelsketten sollten ihre Präsenz in Zukunft auch in kleineren Städten mit weniger als 5.000 Einwohnern und in den Zentren größerer Städte aufbauen.

Der Kampf um die Kunden wird nicht nur über Preis, sondern auch über Qualität und Frische der Angebotenen Lebensmittel geführt. Die langfristig zunehmende Bedeutung der Qualität belegt auch die Tatsache, dass die Hälfte der Verbraucher frische Lebensmittel, z.B. Fleisch, in spezialisierten Geschäften, wie z.B. Metzgereien einkaufen.

Die grössten Handelsketten im tschechischen Einzelhandel
Gruppe/Unternehmen Umsatz 2005 Umsatz 2006
Schwarz ČR (Kaufland, Lidl) 1,38 1,58
Ahold Czech Republic (Hypernova, Albert) 1,33 1,4
Tesco Stores ČR 0,82 1,4
Makro Cash&Carry ČR 1,36 1,39
Rewe ČR (Billa, Penny Market) 0,84 0,94
Globus ČR 0,69 0,75
Tengelmann ČR (Plus-Discount, OBI) 0,7 0,71
Geco Tabak 0,45 0,54
SPAR ČR 0,4 0,44
Delvita 0,33 0,32
Insgesamt 8,31 9,5
Vorläufige Angaben
Umsatz in Mrd. Euro
Quelle: Incoma Research, Moderner Handel

Autor: Datum poslední editace: 7.4.2017

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