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Flixbus will bis 2019 Marktführer in Tschechien werden

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Seit ungefähr einem Jahr ist das deutsche Fernbusunternehmen FlixBus auf dem tschechischen Inlandsmarkt aktiv. Weltweit werden 1.400 Orte in 28 Ländern angefahren, insgesamt gibt es über 250.000 Verbindungen täglich. Dabei besitzt das Unternehmen keine eigenen Fahrzeuge, sondern kooperiert mit etwa 250 lokalen mittelständischen Busunternehmen, die die Fahrten durchführen. FlixBus selbst kümmert sich um den Vertrieb, das Netz und die Auslastung der Busse.

Vor sieben Jahren wurde die Flixmobility GmbH, die heutzutage unter dem Namen „FlixBus“ bekannt ist, gegründet. Zwei Jahre später, im Jahr 2013, wurde das Personenbeförderungsgesetz in Deutschland dahingehend geändert, dass der Markt nun völlig offen war für Fernbusanbieter. Vor der Neuerung des Gesetzes wurde eine neue Buslinie nur genehmigt, wenn diese nicht von der Bahn oder einer bestehenden Buslinie ausreichend abgedeckt wurde. Seit der Öffnung des inländischen Fernverkehrs hat die Deutsche Bahn ihr Monopol verloren. FlixBus hat hingegen seinen Marktanteil immer weiter ausgebaut und ist seit der Fusion mit „MeinFernbus“ im Jahr 2015 Marktführer in Deutschland. Mittlerweile besitzt das Unternehmen einen Marktanteil von über 90%, während der größte Konkurrent bei lediglich 3% liegt.

Die Passagierzahlen steigen jährlich an, 2016 hat FlixBus deutschlandweit schon mehr als 20 Mio. Passagiere befördert, damit hat das Unternehmen den gesamten inländischen Luftverkehr übertroffen (ca. 16 Mio. Passagiere). Im Moment will FlixBus Markführer auf dem tschechischen Inlandsmarkt werden und den jetzigen Marktführer RegioJet ablösen. Das aus Brünn stammende Unternehmen, dass auf dem deutschen Markt einen Anteil von etwa 1,3% hält, versucht mit allen Mitteln seine Position in Tschechien zu halten.

FlixBus ist seit ca. einem Jahr auf dem tschechischen Inlandsmarkt aktiv, konnte in diesem Zeitraum 2,3 Mio. Passagiere befördern und kündigt nun den Ausbau der angebotenen Verbindungen an. Des Weiteren sollen bestehende Verbindungen, wie beispielsweise „Prag – Brünn“, öfter angefahren werden (56 Verbindungen pro Tag). Die meisten Verbindungen starten bzw. enden in Prag, die tschechische Hauptstadt wird hierbei beispielsweise mit Karlsbad (20-mal täglich) oder Budweis (28-mal täglich) verbunden. Doch auch Fahrten zwischen weniger großen Städten, wie die Verbindung „Cheb – Karlsbad“, gehören ab diesem Jahr zum Angebot von FlixBus.

Seit dem Markteintritt des deutschen Fernbusunternehmens sind in Tschechien die Preise für Fahrten gesunken, da FlixBus einen regelrechten Preiskampf ausgelöst hat, der insbesondere den momentanen Marktführer RegioJet unter Druck setzt. Zu Beginn hatte FlixBus nämlich Tickets für 25 CZK (ca. 1 €) angeboten und verlangt selbst nach einem Jahr noch sehr günstige Preise, die möglicherweise gerade einmal die Kosten decken bzw. unter den Kosten liegen.

Der Besitzer von RegioJet, Radim Jančura, beklagt sich sehr über die Preispolitik des deutschen Konkurrenten und wirft FlixBus unlauteren Wettbewerb vor. FlixBus bietet seinen Kunden jedoch nicht nur Tickets zu extrem günstigen Konditionen, sondern ebenfalls einen kostenlosen und unlimitierten Wi-Fi Zugang, sowie die Möglichkeit seinen Sitzplatz im Vorhinein zu reservieren. Beide Zusatzleistungen werden von den tschechischen Kunden stark nachgefragt.

Um die Marktführerposition nicht zu verlieren, hat RegioJet nun mit einigen Maßnahmen reagiert. Einerseits wurden die Ticketpreise gesenkt, andererseits wurden die Stornobedingungen vereinfacht. Ebenfalls erhalten die Kunden nun einen Preisnachlass, wenn ihr Bus Verspätung hat.

Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis FlixBus den heimischen Anbieter RegioJet als Marktführer auf dem tschechischen Inlandsmarkt ablöst. Bis 2019 will das deutsche Unternehmen dieses Ziel erreichen, bei den finanziellen Ressourcen, die das Unternehmen hat, erscheint das Erreichen dieses Ziels nicht als unwahrscheinlich.

Während RegioJet im Jahr 2015 ca. 28 Mio. € Umsatz erzielt hat, hatte FlixBus einen Umsatz von mehr als 210 Mio. €. Außerdem stehen hinter Flixbus Unternehmen wie General Atlantic und Daimler, die mit Sicherheit genug finanzielle Mittel haben um ein mögliches Preisdumping solange zu finanzieren, bis alle ernstzunehmenden Konkurrenten vom Markt gedrängt wurden.

Quelle: FlixBus

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Autor: Datum der letzten Änderung: 28.8.2018

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