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Anzahl unbesetzter Arbeitsstellen auf Rekordhoch

Die Unternehmen in Tschechien leiden immer stärker am Mangel an Arbeitskräften. Die Anzahl freier Stellen ist mit 133.000 momentan am Höchststand seit dem Anfang der Arbeitslosenstatistiken in 1991.

Es gibt in Tschechien zwar fast dreimal so viel Arbeitslosen (was einer Arbeitslosenquote von 6,4% der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung entspricht). Aus verschiedenen Gründen kann jedoch der Arbeitskräftebedarf durch das Angebot nicht gedeckt werden.

Ein fünftel der Arbeitslosen sind die gesundheitlich Behinderten aller Art, darüber hinaus gibt es auch viele Langzeitarbeitslosen in der kritischen Altersgruppe über 50 Jahre. Den hohen Anforderungen des Arbeitsmarktes an Bildungsabschluss und Qualifikation können die meisten Arbeitslosen auch nicht nachkommen. Die Lage besonders bei jungen Frauen mit Kindern wird noch durch die geringe Verbreitung der Teilzeitjobs verschlimmert.

Auf der anderen Seite verursacht der Arbeitskräftemangel kritische Situationen in bestimmten Branchen. Als Beispiel kann die Bauindustrie dienen, wo einige Unternehmen die Auftragsannahme verzögert oder gar gestoppt haben und wo trotz einer Konjunktur die Gesamtzahl der Arbeitskräfte im Vergleich zum Vorjahr sogar um 2% gesunken ist. Dies führt zu einer überproportionalen Lohnsteigerung in diesem Sektor.

Das Zusammentreffen der Nachfrage und des Angebotes am tschechischen Arbeitsmarkt wird ebenfalls durch geringe Mobilität der Arbeitskräfte negativ beeinflusst, was laut den Arbeitsämtern vor allem für junge Familien gelte. Aus diesem Grund können die relativ großen regionalen Unterschiede in der Arbeitslosigkeit nicht ausgeglichen werden.

Im Herbst wird die Ankunft junger Abiturienten und Hochschulabsolventen am Arbeitsmarkt erwartet, die sehr wahrscheinlich schnell Ihre Arbeitsplätze finden werden. Damit sollte die offizielle Arbeitslosenquote unter 6% sinken.

Autor: Datum poslední editace: 7.4.2017

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