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Tschechischer Arbeitsmarkt ist sehr attraktiv für junge Südeuropäer

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Viele junge Südeuropäer tun sich trotz eines abgeschlossenen Hochschulstudiums schwer einen geeigneten Beruf in ihrer Heimat zu finden. Betrachtet man die gesamte EU, sieht die Situation deutlich besser aus, europaweit liegt der Beschäftigungsgrad nämlich bei mehr als 80%. In der Rangliste der EU Länder mit den höchsten Beschäftigungsgraden für Hochschulabsolventen befindet sich Tschechien auf Platz 3. Hierzulande liegt der Wert bei ca. 90%, was die Tschechische Republik zu einer attraktiven Destination für arbeitssuchende Südeuropäer macht.

Gut ausgebildete junge Südeuropäer sind nicht ohne Grund im Ausland auf der Suche nach Jobs, in Ländern wie Spanien oder Griechenland geht es der Wirtschaft schon seit Jahren nicht sonderlich gut. Hohe Arbeitslosigkeit und mangelnde freie Stellen führen zu einer Abwanderung der jungen Bevölkerung. Während sich die Spanier, aufgrund der vergleichbaren bzw. besseren Bezahlung, meist nach Deutschland orientieren, suchen viele junge Griechen in Tschechien ihr Glück. Im Gegensatz zu Griechenland ist die Arbeitslosenquote in Tschechien extrem gering und liegt unter 3 %, während es über 300.000 offene Stellen gibt, die vom tschechischen Arbeitsamt angeboten werden. Aufgrund der anhaltenden guten Wirtschaftslage suchen viele Unternehmen händeringend nach Mitarbeitern. Um die Vakanzen zeitnah zu besetzten, sind einige Unternehmen gewillt Bewerber einzustellen, die keine Berufserfahrung haben. Etwa 25% der 300.000 offenen Stellen sind auch für Bewerber ohne jegliche Berufserfahrung ausgeschrieben.

Da zurzeit in Tschechien etwa zehn freie Arbeitsplätze auf einen Absolventen entfallen, gibt es verschiedene Programme um ihnen bei der Arbeitssuche zu assistieren. Die Tomáš-Baťa-Universität in Zlín organisiert beispielsweise eine jährliche Berufsmesse, bei der über 70 Arbeitgeber aus ganz Tschechien teilnehmen. Unter anderem dadurch wird die Zahl der arbeitssuchenden Hochschulabsolventen weiter reduziert, im Vergleich zu 2016 ist sie um 25% gesunken.

Quelle: Eurostat

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Autor: Datum der letzten Änderung: 28.8.2018

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