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Gewerkschaften in Tschechien fordern erneuten Anstieg der Löhne

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Der tschechische Gewerkschaftsdachverband ČMKOS und seine Mitglieder haben sich in Prag getroffen um ihre Forderungen für die bald stattfindende Tarifrunde zu formulieren. Zentrale Themen waren dabei nicht nur die Erhöhung der Löhne, sondern auch die Reduzierung der Arbeitszeiten.

Die starke Wirtschaftslage sowie der Mangel an Arbeitskräften führen zu einem natürlichen Anstieg der Löhne. Dennoch gibt es hierzulande noch einige Firmen die sehr niedrige Löhne zahlen und damit den Niedriglohnsektor fördern. Der Dachverband ČMKOS hat daher für seine Mitglieder eine Empfehlung herausgegeben. Diese lautet, dass die jeweiligen Mitgliedsverbände eine Lohnerhöhung zwischen 7% – 9% fordern sollen. Mit dieser Forderung werden sie wahrscheinlich auf Zustimmung seitens der Arbeitgeber stoßen, da die meisten ihre Löhne von selbst erhöhen, da sie sonst keine geeigneten Arbeitnehmer finden. Zu schnell steigende Löhne können jedoch problematisch werden, da sie das Kapital der Unternehmen mindern und diese somit weniger Investitionen tätigen können.

Zu einer Erhöhung der Löhne, fordern die Gewerkschaften ebenfalls eine flächendeckende Reduzierung der Arbeitszeit von 40 auf 37,5 Stunden pro Woche. Innerhalb der EU gehört Tschechien zu den Ländern mit den längsten Arbeitszeiten. Während in Deutschland ein durchschnittlicher Vollzeitbeschäftigter rund 1660 Stunden pro Jahr arbeitet, sind es in Tschechien gut 100 Stunden mehr (1770 Stunden pro Jahr). Bereits ¾ der tschechischen Firmen haben die 37,5 Stundenwoche eingeführt, deshalb sieht der Dachverband ČMKOS gute Chancen für eine landesweite Einführung der 37,5 Stundenwoche innerhalb der nächsten 5 Jahre. Während die Arbeitszeit verkürzt werden soll, sollen die Urlaubstage steigen, insgesamt werden fünf Wochen Urlaub pro Jahr gefordert.

Quelle: Tschechisch-mährischer Gewerkschaftsbund (ČMKOS)

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Autor: Datum der letzten Änderung: 25.1.2019

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