Auf Inhalt übergehen
Dienstleistungen für Ihren Erfolg in Tschechien
+420 296 348 207 Václavské náměstí 66, 110 00 Praha 1
Dienstleistungen für Ihren Erfolg in Tschechien
+420 296 348 207 Václavské náměstí 66, 110 00 Praha 1

Gewerkschaften fordern einen erneuten Anstieg der Löhne

welder-673559_1920

Der tschechische Gewerkschaftsdachverband ČMKOS und seine Mitglieder haben sich in Prag getroffen um ihre Forderungen für die bald stattfindende Tarifrunde zu formulieren. Zentrale Themen waren dabei nicht nur die Erhöhung der Löhne, sondern auch die Reduzierung der Arbeitszeiten.

Die starke Wirtschaftslage sowie der Mangel an Arbeitskräften führen zu einem natürlichen Anstieg der Löhne. Dennoch gibt es hierzulande noch einige Firmen die sehr niedrige Löhne zahlen und damit den Niedriglohnsektor fördern. Der Dachverband ČMKOS hat daher für seine Mitglieder eine Empfehlung herausgegeben. Diese lautet, dass die jeweiligen Mitgliedsverbände eine Lohnerhöhung zwischen 7% – 9% fordern sollen. Mit dieser Forderung werden sie wahrscheinlich auf Zustimmung seitens der Arbeitgeber stoßen, da die meisten ihre Löhne von selbst erhöhen, da sie sonst keine geeigneten Arbeitnehmer finden. Zu schnell steigende Löhne können jedoch problematisch werden, da sie das Kapital der Unternehmen mindern und diese somit weniger Investitionen tätigen können.

Zu einer Erhöhung der Löhne, fordern die Gewerkschaften ebenfalls eine flächendeckende Reduzierung der Arbeitszeit von 40 auf 37,5 Stunden pro Woche. Innerhalb der EU gehört Tschechien zu den Ländern mit den längsten Arbeitszeiten. Während in Deutschland ein durchschnittlicher Vollzeitbeschäftigter rund 1660 Stunden pro Jahr arbeitet, sind es in Tschechien gut 100 Stunden mehr (1770 Stunden pro Jahr). Bereits ¾ der tschechischen Firmen haben die 37,5 Stundenwoche eingeführt, deshalb sieht der Dachverband ČMKOS gute Chancen für eine landesweite Einführung der 37,5 Stundenwoche innerhalb der nächsten 5 Jahre. Während die Arbeitszeit verkürzt werden soll, sollen die Urlaubstage steigen, insgesamt werden fünf Wochen Urlaub pro Jahr gefordert.

Quelle: Tschechisch-mährischer Gewerkschaftsbund (ČMKOS)

Ausführliche Informationen zu unseren Dienstleistungen finden Sie hier.

Autor: Datum der letzten Änderung: 1.10.2018

Weitere Artikel

15.10.2018

Einführung elektronischer Vignetten geplant

Um in Tschechien mit seinem Fahrzeug die Autobahnen nutzen zu können, muss man sich eine Vignette kaufen. Die Jahresgebühr für die Nutzung der tschechischen Autobahnen liegt dabei bei 1.500 CZK bzw. 60€. Für eine kurze Reise in die Tschechische Republik bietet sich das 10-Tage Ticket an, das 310 CZK (ca. 12€) kostet.

24.9.2018

Tschechiche Industrie verzeichnet starkes Wachstum

Im Juli ist die tschechische Industrie im Jahresvergleich um 10,3% gewachsen, das ist das beste Ergebnis seit 9 Monaten. Schon im Juni konnte die Industrie um ca. 3,6% zulegen, allgemein geht es der tschechischen Wirtschaft weiterhin gut.

10.9.2018

Die Wohnungspreise in Prag steigen weiter an

Die Wohnungspreise in Prag steigen weiter an, besonders für junge Leute stellt das ein großes Problem dar. Egal ob Miet- oder Eigentumswohnungen, der Wohnraum innerhalb der tschechischen Hauptstadt ist für die meisten Menschen deutlich zu teuer. Während die jüngere Generation im Schnitt 50% ihres Einkommens für Wohnen ausgibt, liegt der Anteil bei den Älteren bei bis zu 40%.

3.9.2018

Laut Babiš wird es keinen Czexit geben

Bei dem jährlichen Treffen der wichtigsten tschechischen Diplomaten in Prag wurde Ende August wieder einmal eine Woche lang über ökonomische, außenpolitische und sicherheitsrelevante Themen beraten. Ebenfalls stand die Wirtschaft Tschechiens sowie die EU im Mittelpunkt der Diskussionen.

30.8.2018

Airbnb in Tschechien

Das Ferienwohnungsportal Airbnb spielt in Tschechien eine immer größere Rollen. Das seit 2009 auf dem tschechischen Markt agierende Unternehmen hat die heimische Wirtschaft in den letzten 12 Monaten (01.09.2016-01.09.2017), nach eigenen Angaben, um 3.9 Milliarden CZK (156 Mio. €) bereichert.

23.8.2018

1,5 Jahre nach der Einführung der elektronischen Erfassung von Umsätzen (EET)

Zum 1. Juni dieses Jahres sollte die vierte und letzte Phase der Einführung der Registrierkassenpflicht bzw. der Einführung des EET Systems gestartet werden. Doch die letzten beiden Phasen der Einführung, von denen unter anderem die Transport-, Handwerks- und Landwirtschaftsbranche betroffen gewesen wären, wurden bis auf unbestimmte Zeit verschoben.